Similan Island #4, Jan 15 th, 2005Tsunami Am
26. Dezember 2004, wurde die Westküste Thailands um 10 Uhr morgens, Khaolak
um 10:30, von einem Tsunami getroffen. Unser Boot samt Mannschaft und Kunden war
glücklicherweise auf See. Um genau zu sein, wir waren an einem Tauchplatz,
der Richelieu Rock genannt wird, und kurz davor, ins Wasser zu springen. Plötzlich
gab es aus allen Richtungen Strömungen und wir kamen uns vor wie in einer
Waschmaschine. Im nächsten Moment stieg der Wasserpegel an und das Boot wurde
von der Bojen-Leine fast in die Tiefe gezogen. Wir konnten die Leine abschneiden
und haben Schutz in Richtung Surin Inseln gesucht.
Nachdem wir die entsprechenden
Anweisungen von den Behörden erhalten hatten, fuhren wir zurück zur
Küste. Je näher wir uns der Küste näherten, umso surrealer
wurde es. Die Sonne schien und die See war ruhig, aber wir erhielten immer mehr
grauenhafte Informationen über die Ereignisse. Was ging da vor sich? Zerstörung
und neue Hoffnung Als
wir zurück an Land waren, traf uns die Realität aufs Härteste.
In Khao Lak waren alle Strandanlagen dem Erdboden gleich gemacht - platt, weg
Ich, Melissa (Niederländerin), Scobby (Australier), Gerald (Australier),
Jenny (Schwedin) und Stefano (Italiener), die alle für Similan Diving Safaris
(SDS) arbeiten, haben ein paar Tage vor Ort geholfen. Scobby und ich sind dann,
um uns von den Strapazen zu erholen, nach Koh Tao gefahren.
Joe, der Besitzer
von SDS, rief uns nach ein paar Tagen an. Er fragte, ob wir nicht Interesse hätten,
eine Tour am 11. Januar zu machen und dabei den Zustand der Tauchplätze zu
überprüfen. Er sagte auch, es würde uns gut tun, zu sehen, wie
sehr sich die Leute bemühen, Khao Lak wieder aufzubauen. "Wie, Tour",
fragten wir erstaunt. Für uns war Khao Lak weg, die Tauchplätze zerstört,
es gab dort nichts mehr - oder? Aufbau Wir
entschlossen, uns selbst zu überzeugen. Zwei Wochen nach dem Tsunami kehrten
wir also nach Khaolak zurück. Wir waren sehr überrascht, wie weit
die Aufräumarbeiten vorangeschritten waren. Kaum noch Trümmer vorhanden,
Khao Lak war sauber. Einige Supermärkte und Restaurants haben wieder geöffnet
und es sind Unterkünfte vorhanden. Bungalows, Zimmer und Fünf-Sterne-Hotels
sind geöffnet.
Die Hauptstraße von Khaolak war im Gegensatz
zu den Strandanlagen nicht von der Welle betroffen. Der Tauchladen von Similan
Diving Safaris an der Hauptstraße daher auch nicht. Das heißt, wir
können Euch auch jetzt noch den gleichen Service bieten wie vorher!!! Erster
Live Aboard Am
11. Januar ging es mit 10 Kunden wieder zu den Similan Inseln, um 14 Tauchgänge
zu machen.
Es war als würden wir auf eine Abenteuerreise gehen. Wie
würde es sein? Aber die Sonne schien, die See war ruhig und die Strände
der Inseln waren wunderschön wie immer. Das war sehr beruhigend. Wie
sah es mit der Unterwasserwelt aus? Zustand der Tauchplätze Der
erste Tauchplatz war Barracuda Point, Inseln Nr. 5 und Nr. 6. Was für eine
erleichterung! Die Sicht lag bei 30m+ und es war wie immer ein sehr schöner
Tauchgang. Einige wenige Korallen sind zwar abgebrochen, aber ansonsten gibt es
sehr wenig Schaden. Sehr viel Fische, die so taten als sei gar nichts geschehen
und immer noch viele wunderschöne Korallen.
Auf dem Weg zu Deep Six,
Insel Nr. 7, wurden wir von einer großen Schule von Delphinen begleitet.
Sooo friedlich! Aber Deep Six war leider in einem nicht so guten Zustand. Die
Korallen waren an einigen Stellen abgebrochen und wir hatten schlechte Sicht.
Aber es gab immer noch sehr viel Fisch und natürlich die sehr schönen
Tunnel. Auf den Similan Inseln haben wir Barracuda Point, Breakfast Bend,
North Point, East of Eden und Deep Six betaucht. Deep Six ist beschädigt,
aber die anderen Tauchplätze haben kaum gelitten. Immer noch faszinierend!
Wunderschöne Korallen, große Fische, kleine Fische, Schildkröten,
genauso herrlich wie vorher. Nach
den Similan-Tauchplätzen haben wir uns noch Koh bon, Koh Tachai und Richelieu
Rock angeschaut. Richelieu Rock ist überhaupt nicht beschädigt und wird
seinem Ruf noch immer gerecht, einer der besten Tauchplätze der Welt zu sein.
Wir haben dort insgesamt 3 Tauchgänge, inkl. Nachttauchgang, gemacht und
es war wunderschön.
Koh Tachai Plateau ist schwer getroffen worden.
Größerflächige Teile der Korallen sind völlig zerstört,
einige der großen Felsen versetzt. Aber es gibt noch immer sehr viele Korallen
und wir haben vier Leopardenhaie gesehen. Koh Bon ist zum Glück überhaupt
nicht betroffen. Wand und Grat sind noch da. Obwohl an sich der Platz für
Mantas, haben wir auf diesem Trip leider keine gesehen. Wenn der Plankton sich
an dieser Stelle wieder einfindet, wird man die Mantas ganz sicher auch wieder
sehen. Schließlich
haben wir uns noch Boon Sung Wreck angeschaut. Dieser alte Zinn-Bagger ist als
Wrack nicht so sehr interessant, aber die ungeheuren Mengen an Fisch machen ihn
zu einem der attraktivsten Tauchplätze der Touren. Die reinste Fischsuppe
Es ist ein Kindergarten für Barrakudas, Schnapper, Kraken, Kalamaris, Nacktschnecken,
alle Vertreter der Skorpionsfischfamilie, Fisch, Fisch, Fisch!
Das Wrack
liegt nur auf 19 m Tiefe und ist sehr nah an der K?ste zu Khao Lak. Wir wussten
also wirklich nicht was uns erwartet. Tja, das Wrack ist auf den Kopf gestellt,
in drei Teile zerbrochen und recht weit verteilt! Wie auch immer, die Fische waren
alle noch da! Die Sicht war nicht so gut und ein vorbeischwimmender Leopardenhai
jagte uns daher einen tierischen Schrecken ein! Ich glaube, daß aufgrund
der neuen Lage des Wracks, und damit mehr Möglichkeiten, für die Fische
Unterschlupf zu suchen, sich das Ganze zu einem noch schöneren Tauchplatz
entwickeln wird. Alles in Allem, war es eine spitzenmäßige Tour. Das
Wetter war wunderschön, die Sicht war großartig und die Tauchplätze
in überraschend gutem Zustand. Wir können darüber sehr, sehr glücklich
sein. Was für eine Erleichterung!!! Zeit für Euch, zurückzukommen! Ich
hoffe, dieser Bericht wird Euch Eure Entscheidung, wieder in Khao Lak zu tauchen,
erleichtern. Khao Lak hat genug gelitten. Wenn die Touristen jetzt auch noch wegbleiben,
wäre das die nächste Katastrophe. So viele Menschen, die bereits ungeheure
Verluste hinnehmen mußten, würden ohne Touristen auch noch Ihre Lebensgrundlage
verlieren. Statt Geld zu spenden, solltet Ihr Euch einen Urlaub in Thailand gönnen
und auf diese Weise den Menschen vor Ort helfen. 
Groupe photo - 15th Jan 2005
Alle Zutaten
für einen wunderschönen Tauchurlaub sind noch immer vorhanden: saubere
Strände, Sonnenschein, 32 Grad Celsius, Restaurants mit großartigem
thailändischem und westlichem Essen, Einkaufsläden, Supermärkte
und Unterkunft. Wir können Euch auch vom Hotel in Phuket abholen. Alle Verbindungen
zu und von allen wesentlichen Orten wie Phuket, Khaolak, Bangkok, Surattani, Koh
Samui etc. stehen noch. Die Infrastruktur ist völlig intakt! Die Tauchbedingungen
sind super und wir können es nicht abwarten, Euch wieder in diese faszinierende
Unterwasserwelt zu führen!!! Also kommt bald!!! Information  Wir
werden mit der Tour SDS 24 am 01. Februar 2005, 20 Uhr, zu unserem normalen Terminplan,
gemäß Internet-Seite, zurückkommen. Für weitere Fragen kontaktiert
uns bitte per Mail unter info@similan-diving-safaris.com
oder ruft uns an: 09 590 0588 In
der Hoffung, Euch bald zu sehen !Melissa
de Vries, PADI Tauchlehrer, für Similan Diving Safaris und dem Rest der Mannschaft. |